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Nicht auf dem Holzweg

Mit MalisGarten hat mitten im Zillertal ein Hotel Wurzeln geschlagen, das schon auf den ersten Blick wie ein Serotonin Booster auf alle Sinne wirkt. Warum? Wir hatten bei der Ausstattung unsere Finger im Spiel und kennen die Antwort auf diese Frage.

In der anspruchsvollen Hotellerie ist Einzigartigkeit der Gradmesser für das Erreichen eines ikonischen Images. Was aber sind die Faktoren, die den Unterschied zwischen beliebig und besonders markieren? Wie lassen sich Alleinstellungsmerkmale schaffen, ohne Klischees zu bedienen, Trends zu verfallen oder die x-te Kopie von etwas zu sein? Und über welche Parameter definieren sich überhaupt Attribute wie unvergleichlich oder einmalig?

Die Poesie des Ursprünglichen

Holz spielt bei MalisGarten die Hauptrolle. Sowohl in architektonischer als auch in dekorativer Hinsicht. Besinnt sich ein Hotelkonzept auf Bodenständigkeit und Regionalität, so klingt das zunächst wie schon hundertmal dagewesen. In Wahrheit ist es einfach sehr schlau, einen Betrieb in Harmonie mit den Traditionen seiner Umgebung zu errichten und auszustatten. In MalisGarten wird Naturnähe kompromisslos gelebt. Der Zusatz „Green Spa Hotel“ im Markennamen ist Credo und nicht nur der so oft von Unternehmen praktizierte Versuch, ein Stück vom Nachhaltigkeitskuchen zu bekommen.

Holz, fernab der Tiroler Rustikalität

Der in Mailand lebendende Südtiroler Architekt Matteo Thun ist bekannt für seine umweltaffine Arbeitsweise und seinen Respekt vor der Landschaft, in die seine Entwürfe eingebettet sind.

Thun ist Experte in der Realisierung sehr individueller Hotelprojekte, bei denen er den natürlichen, vielseitigen und flexiblen Werkstoff Holz immer wieder meisterhaft einsetzt. Auch MalisGarten in Zell im Zillertal trägt seine unverwechselbare Handschrift und ist ein grandioses Beispiel dafür, mit welch spielerischer Leichtigkeit der Grat zwischen schnörkellosem Design und der Verarbeitung von Holz gegangen werden kann.

Wir Holz Aficionados

Wir als Planer lieben solche Projekte. Matteo Thun kenne ich seit vielen Jahren, die Zusammenarbeit an diesem Projekt schuf natürlich viele neue und wertvolle Impulse. Holz ist seit jeher unser Element und unsere Erfahrung rund um diesen Werkstoff war eine gute Basis für die gemeinsame Arbeit an der Ausstattung von MalisGarten. Alle Entwürfe wurden von unserem  Innenarchitekten Harald Margreiter in Kooperation mit Matteo Thun Studio und der Hoteliersfamilie entwickelt und realisiert. Wir waren als Generalabwickler für den gesamten Einrichtungsprozess zuständig. Von der Ausstattung der Zimmer und Suiten über die öffentlichen Bereiche und das Restaurant bis zum Outdoorbereich kamen Möbel und Accessoires zum Einsatz, die entweder den Kollektionen einiger unserer Premiumhersteller wie B&B Italia, Freifrau und Verpan entstammen oder in unserer Tischlerei entworfen und produziert wurden. 

Nicht von der Stange

Bei keiner Planung stülpen wir unseren Auftraggebern ein pfannenfertiges Konzept über. Wer unsere Wohnstilanalyse kennt, weiß das. Wohnen ist immer persönlich und immer anders. Wir statten seit Jahren mit Leidenschaft Hotelbetriebe aus und sehen, dass Authentizität und Glaubhaftigkeit auch in der Hotellerie – wie in so vielen anderen Branchen und wie auch bei der Einrichtung des Eigenheims – das Geheimnis des Erfolges sind. Viele Hotels sind auf der Suche nach einem neuen Stil. Wie in der Mode ist auch hier die Frage, worin man sich wohl fühlt: in der extravaganten Haute Couture, über die die Presse schreibt? Oder doch eher im lebensnahen Prêt-à-porter, mit dem wir uns identifizieren können.

Die Gemütlichkeit einer Einrichtung muss einen Gast wie ein Kokon umfangen. Im Hotel muss es wie zu Hause oder eben noch viel besser sein. Hotels müssen etwas bieten, das im Alltag abhandenkam. Ist das ganze Paket stimmig, entsteht ein Gefühl, das den Gast aufnimmt, in Wohlbefinden wiegt und vielleicht sogar süchtig macht. Man will nicht mehr weg und möchte immer wieder hin. Kaum geht man, hat man Sehnsucht nach der Geborgenheit, die dieser Ort spendet. Eigentlich logisch, dass speziell naturnahe Materialien und Formen dieses Gefühl hervorrufen. 

Zeitgemäß mit Holz wohnen

Für MalisGarten haben wir spezielle Holzoberflächen entwickelt, ein individuelles Textilkonzept erstellt und die Deko abgestimmt, um ein rundes Gesamtbild zu schaffen. Das Projekt verdeutlicht beispielhaft den Spannungsbogen zwischen zeitgemäßem Holzbau und einer Innenausstattung, die stark auf die Kombination von Holz und internationalem Design baut. Moderne Einzelstücke und Klassiker ergeben zusammen mit der sinnlichen Haptik von Holz eine einzigartige Atmosphäre. Mit Holz zu bauen wirkt sich immer günstig auf das Gemüt aus. So wie MalisGarten das rustikale Zillertal-Image aufbricht, kann Holz in jedem Zuhause seine Trümpfe ausspielen, seine Wirkung zeigen und sich dabei sehr modern präsentieren. Wie kaum ein anderes Material holt Holz die Natur herein. Bringt man dann noch ein wenig Mut zur Farbe oder zum Floralen auf, entsteht genau jenes Gefühl des Aufatmens, das man sonst vielleicht nur aus dem Urlaub – eben: aus einem guten Hotel – kennt. Das Konzept von MalisGarten ist also unbedingt nachahmenswert. 

Das Refugium im ehemaligen Obstgarten

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, sich in MalisGarten von all dem Gesagten zu überzeugen, dann kommen Sie ins Zillertal. Namensgeber für das wirklich ganz besondere Haus ist übrigens der einstige Obstgarten auf dem Hotelgrundstück. Der Garten des Hotels ist auch jetzt wieder ein Stück Paradies mit Apfelbäumen, Kräuterbeeten und Rosensträuchern. Hier verschmelzen das Außen und das Innen, wie es bei der richtigen Balance von Innenraum- und Gartenarchitektur sein soll. Ein Gefühl, das Sie auch im Wetscher Rooftop Pavillon erleben werden. Die Einrichtung des Draußen ist nämlich ein Thema, das uns in diesem Jahr noch ein wenig mehr umtreibt als ohnehin schon. 

Lassen Sie uns wissen, wann wir den Aperitif für Sie einkühlen dürfen. Wir stellen gerne den Kontakt zum Hotel her und freuen uns auf ein Gespräch zum Thema Holz und zu vielen anderen schönen Dingen rund ums Einrichten.

Alle Bilder: © DasPosthotel GmbH | ZillerSeasons, in 6280 Zell am Ziller